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C.NEEON

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Einschränkung gibt es nicht  

Das junge Berliner Kreativ-Duo, das sich hinter dem Namen c.neeon verbirgt, hat sich längst international bemerkbar gemacht. Ob bei der ZKM-Fashion-Show in Karlsruhe, der Ausstellung moDe! in Tokyo oder der Präsentation „EU Young Fashion Summit“ in Wien, stets überraschen Clara Leskovar und Doreen Schulz mit strengen, konstruktivistischen, dabei gerne asymmetrischen Kreationen. Ihre Mode spielt mit architektonischen Volumen und klaren, satten Grundfarben, Mondrian, Sonja Delaunay und der Farbpalette der 60er Jahre entlehnt. Inzwischen haben sie sich mit ihrer Ausstellung im Berliner ‘Kunstgewerbemuseum’, die mehr als dreißig Outfits in Verbindung mit Collagen, Videos und Fotomontagen präsentiert auch museale Sphären erobert. Die Montagen sind nun auch bei Lumas zu haben. Körper, die zu Mustern werden, Raster, die sich zu Bekleidungen verstofflichen, in Räumen, die aus dem Alltag geborgt sind, eine graue Kulisse bilden, nur dazu geschaffen, durch das befreiende Spiel mit der Mode schnell überstrahlt zu werden.c.neeon – der Name ist eine Verschmelzung der Spitznamen des Duos aus ihrer Kinderzeit – sind zwar nicht grell, aber sie fordern Selbstbewusstsein, denn verstecken kann man sich nicht mehr, wenn man einmal eingetaucht ist in die kräftigen Blockstreifen in grün und rot, in die kontrastierenden Flächen in schwarz und weiß, die ausufernden Muster, die an Vorhangstoffe erinnern, wie sie einst aus den Fenstern der jungen Bundesrepublik wehten. Die Collagen verdichten diese Vitalität und ermuntern dazu, die Collage selbst zu einem eigenen Lebensstil zu ergänzen – durch Musik, Literatur, Kunst und natürlich Mode.

Dr. Boris von Brauchitsch