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JOSHUA DAVIS

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Der in New York City lebende Joshua Davis studierte Malerei. In den 1990er-Jahren eignete er sich Kenntnisse im Programmieren an; damit setzte er eine Entwicklung in Gang, an deren vorläufigem Ende ein filigraner Dialog zwischen Mensch und Maschine steht. Das Zwiegespräch besteht konkret aus einem Widerstreit zwischen den anfänglichen Bildvorstellungen des Künstlers und seinem Wunsch, in einem Prozess von kontrolliertem Chaos und präzisen Vorgaben der Software soviel Freiheit in der Entwicklung und Zusammenfügung von Bildelementen zu lassen, wie der Meister es bestimmt. Überraschungen bei den Resultaten sind erwünscht, Zufälle ebenfalls. Allerdings ist beides so kalkuliert, dass Davis als Schöpfer die kreativen Ausflüge seiner Maschinen letztendlich stets unter Kontrolle hat. Gleichwohl lässt Davis bewusst ihn selbst „verwirrende“, unerwartete Bilder zu. Was so entsteht, ist eine Art zeitgenössische Freskenmalerei, vielfältig in der Komposition, überzeugend in ihrem Ausdruck des zeitgenössischen Lebensgefühls.