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Die Bauten moderner Peripherien werden in den Großfotografien von Frank van der Salm zu auratischen Objekten. Immer wieder nur partiell fokussiert, bekommen sie den Charakter von Architekturmodellen. Der Maßstab ist von ebenso beiläufigem Interesse wie die topographische Verortung, und dennoch versprechen die Bilder eine Fülle von Detailinformationen, die sich geradezu aufdrängen und dann wieder entziehen. Die so nüchternen Sujets verweigern das Bedürfnis des Auges nach größtmöglicher Schärfe, sie provozieren den Sehnerv und erzeugen leichtes Unbehagen angesichts blinder, oder zumindest getrübter Flecken in der Wahrnehmung. Alles was den klassischen Landschaftsbegriff charakterisierte, wird zudem ausgeblendet. Übrig bleiben Strukturen zivilisatorischer Künstlichkeit: Raster aus Glas, Stahl, Asphalt, bereichert mit farbigen Automobilen und selbstverständlich erhellt von unzähligen artifiziellen Lichtquellen. Alles was da ist, ist im Überfluss da und erzeugt ein fast magisches Flirren. Aber was sehen wir? Wir sehen alles und erfahren nichts. Frank van der Salms Fotografien sind pointierte Metaphern moderner visueller Kommunikation. Dr. Boris von Brauchitsch (c) 2006 European Photography, Berlin