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WIM BOSCH

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Von heilen Welten und surrealen Abgründen  

Was Wim Bosch treibt, ist ein Spiel mit Anonymität, das vielfältige Gefühle auszulösen vermag. Zum rigorosen Beschneiden der dargestellten Personen durch das Bildformat kommt etwas hinzu, dass man die Selbstzensur des Bildmotivs nennen könnte: Gesichter sind abgewandt oder wie zufällig verdeckt, zugleich wirkt das Ambiente konfektioniert, die Räume geradezu übertrieben alltäglich. Dieses Umfeld unterstreicht noch das befremdliche Auftreten der Menschen und vermittelt den Eindruck, hier sei gerade etwas Außergewöhnliches geschehen. Ein heftiger Streit oder ein Verbrechen, für das sich allerdings keine Indizien finden lassen. Die Werke von Wim Bosch sind verstörende Collagen von Fotos aus Werbebroschüren, die er mit eigenen Aufnahmen verschmilzt. Die surreale Verrückung, die ihnen eigen ist, steigert er noch durch eine subtile Verschiebung der Dimensionen. Als Betrachter stehen wir vor diesen Fotografien mit der Gewissheit, dass sie uns eine Geschichte erzählen wollen, aber wie wir uns auch bemühen, wir finden keinen logischen Anknüpfungspunkt. Gerade dieses Geheimnis, dass die Bilder bewahren, und das an Vermeer, an Magritte oder auch an Peter Greenaway erinnern mag, schlägt uns in seinen Bann.