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ROBERT DAVIES

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Epiphany (1966-1986)

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Epiphany (2002)

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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EINFÜHRUNG

Bevor Robert Davies 1993 am Royal College in London seinen Master of Arts machte war er Fahrradkurier, Fuchsjagd-Dokumentarist und Indienabenteurer. So bewegt seine Biografie, so vielfältig sind die fotografischen Serien des britischen Experimentalisten. Ob er kameralos in der Dunkelheit des Fotolabors leuchtende Farbstudien erzeugt oder romantische Nebellandschaften aufnimmt, ob er der Präzision der Formel 1 mit gestochen scharfen Detailkompositionen ein Denkmal setzt oder sich an Langzeit- und Mehrfachbelichtungen versucht, Robert Davies schöpft die Möglichkeiten seines Mediums voll aus. Und wenn eine Milliarde Menschen vor Fernsehapparaten ein Fußball-WM-Spiel verfolgt, ist es für ihn geradezu Pflicht, diesem Phänomen kollektiver Beobachtung und Gleichschaltung nachzuspüren. Tatsächlich bekommen die Video-Stills in ihrer Überwachungskamera-Optik etwas Gespenstisches. Was wir sehen, meist schemenhaft und verwischt, sind jedoch nicht zufällige Aufzeichnungen von Verbrechen, sondern zu nationalen Schicksalsmomenten kulminierende Glanzszenen und Torschüsse moderner Helden. Wenn Robert Davies die Formel 1 ihres Tempos beraubt oder die Hysterie im Banalen eines Fußballspiels als Gladiatorenkampf skizziert, überschreitet er leichtfüßig die Grenzen zwischen Dokumentation und Abstraktion und strapaziert dabei immer wieder auch sehr vergnüglich eingeschliffene Sehgewohnheiten.   Dr. Boris von Brauchitsch